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Trauma bei Erwachsenen

Sie sind Opfer eines Unfalls, einer Gewalttat, einer Naturkatastrophe und eines anderen sehr schlimmen Ereignisses geworden. Wir möchten Sie dabei unterstützen, Ihre stark belastenden und oftmals traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Mit dieser Information möchten wir Ihnen eine erste Hilfe anbieten. Sie finden hier eine Aufklärung über mögliche psychische Folgen der außergewöhnlich belastenden Situation, in der Sie sich befanden.

Veränderungen in Ihrem Erleben und in Ihren Reaktionen, die sie vielleicht in nächster Zeit an sich bemerken und die Ihnen unerklärlich erscheinen, sind dabei grundsätzlich als eine normale Reaktion auf ein außergewöhnlich belastendes Ereignis zu verstehen. Das heißt: nicht Sie als Betroffene/Betroffener sind „verrückt“ geworden, sondern die Welt, in der Sie sich befanden, ist aus den Fugen geraten.

Viele Menschen leiden auch noch einige Wochen nach solchen unfassbaren Ereignissen unter Gefühlen der Angst, Hilflosigkeit, Entsetzen und Orientierungslosigkeit, auch wenn Sie sich wieder in Sicherheit befinden. Manche Menschen leiden unter Schuldgefühlen, weil sie selbst überlebt haben oder weil sie glauben, dass sie etwas zur Rettung anderer hätten beitragen können. Wenn Sie einen Menschen bei diesem Ereignis verloren haben, kommen unerträgliche Trauer und Verzweiflung hinzu.

Folgende veränderte Erlebnis- und Verhaltensweisen zählen zu den normalen Reaktionen nach sehr belastenden Erfahrungen und könnten in der nächsten Zeit bei Ihnen auftreten:

  • Unvermittelt wiederkehrende und sehr belastende Gedanken und Bilder von Ihren Erlebnissen
  • Albträume von den Ereignissen, die oftmals von körperlichen Angstreaktionen begleitet werden wie Schweißausbrüche, Atemnot und Zittern
  • Rückzug von anderen Menschen, auch von Ihnen nahestehenden Menschen
  • Vermeidung von allem, was Sie an Ihre Erlebnisse erinnern könnte, wie z. B. Gespräche über Ihre Erlebnisse oder Gespräche mit anderen Betroffenen
  • Der Verlust des Interesses an Dingen, die Ihnen vor dem Ereignis wichtig waren
  • Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Niedergeschlagenheit
  • Schlafstörungen in Form von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten
  • innere Anspannung und Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • erhöhte Reizbarkeit bis hin zu unkontrollierbaren Wutausbrüchen

Das Ausmaß und die Dauer seelischer Beschwerden nach so belastenden Erfahrungen kann bei Menschen sehr unterschiedlich sein und hängt auch davon ab, was sie erlebt haben. Viele Menschen erholen sich allmählich mit der Zeit.

Um Ihren Verarbeitungs- und Heilungsprozess zu unterstützen, ist es hilfreich folgendes zu beachten

  • Nehmen Sie sich Zeit für Ruhe und Erholung.
  • Werden belastende Bilder oder innere Anspannung zu quälend, versuchen Sie sich abzulenken. Denken Sie daran, was Ihnen vor dem Ereignis geholfen hat, sich zu beruhigen. Dies kann sowohl Ruhe und Rückzug, aber auch Kontakt oder Aktivität, wie z. B. Arbeit oder Sport, bedeuten.
  • Versuchen Sie nach Möglichkeit, sich mit Dingen zu beschäftigen, die Ihnen vor dem Ereignis gut getan haben.
  • Versuchen Sie, in ihrem täglichen Leben einen regelmäßigen Ablauf einzurichten, wie z. B. feste Essens- und Schlafenszeiten.
  • Ernähren Sie sich möglichst gesund und vermeiden Sie den übermäßigen Genuss von Alkohol.
  • Sprechen Sie über ihre Erlebnisse mit Ihnen vertrauten Menschen, wann dies Ihrem Bedürfnis entspricht.
  • Setzen Sie sich nicht unter Druck, schnell wieder „normal“ zu funktionieren und lassen Sie sich nicht von anderen unter Druck setzen.
  • Nehmen sie sich die Zeit zu trauern.
  • Nutzen Sie die angebotene Hilfe und Unterstützung von Ihnen nahestehenden Menschen, aber auch fachkundige Hilfe.

Professionelle Hilfe aufzusuchen ist dringend zu empfehlen, wenn Ihre seelischen Beschwerden bereits in den ersten Wochen nach dem Ereignis sehr quälend sind, oder wenn sie auch nach vier Wochen noch keine Besserung oder sogar eine Verschlimmerung der seelischen Belastung bei sich bemerken und ihr alltägliches Leben deutlich einschränkt ist.

Warten Sie nicht unnötig lange damit, sich professionelle Hilfe zu holen. Oft kann schon eine beratende Unterstützung hilfreich sein.

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Adressen, an die Sie sich wenden können

Für Bürger aus dem Kölner Raum:
Beratungsstelle für Gewalt- und Unfallopfer
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
Höninger Weg 115 
50969 Köln
Telefon: (0221) 470-6287
Telefon für Notfälle (0172) 267-1727

Aachen

Beratungsstelle für Gewalt- und Unfallopfer
Außenstelle Aachen
Augustastr. 1
52070 Aachen
Telefon: (0241) 900-67-177

Universitätsklinikum Aachen
Pauwelstr. 30
52057 Aachen
Telefon: (0241) 80 80 808

Dinslaken

St. Vinzenz-Hospital
Dr.-Otto-Seidel-Str. 34
46535 Dinslaken
Telefon: (02064) 44 12 40

Düsseldorf

Gesundheitsamt - Beratungsstelle für Gewaltopfer
Willi-Becker-Allee 10
40227 Düsseldorf
Telefon: (0211) 89 92 664

Duisburg

Bertha Krankenhaus Rheinhausen
Zu den Rehwiesen 9
47055 Duisburg
Telefon: (0203) 73 33 251

Krefeld

Alexianer-Krankenhaus Krefeld
Zentrum für Psychotraumatologie
Oberdießemer Str. 136
47805 Krefeld
Telefon: (02151) 347-200
Notfalltelefon: (02151)347-227
www.alexianer-krefeld.de

München

Traumahilfezentrum München
Lothstraße 6
80335 München
Telefon: (0178) 610-6060
(Kostenlos für Anrufer)
E-Mail: info@thzm.de
www.thzm.de

Neuss

St. Alexius-Krankenhaus
Alexianerplatz 1
41461 Neuss
Telefon: (02131) 136-6241


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